Über die Pampa nach Uruguay

Frisch gebadet in der Termas de Fiambala geht‘s ans Packen und weiterfahren. In Fiambala finden wir trotz Siesta einen offenen Shop für das Allernötigste. Die Fahrt durch das Tal Richtung Tinogasta / Ainogasta überrascht uns mit der Weite, den Distanzen. Die „nahe“ Bergkette ist 80km entfernt, die Berge 3-4000m hoch. Der Cerro del Candado ist 5500m hoch und 150km entfernt. Die grosse Ebene von Aimagasta ist 10‘000 km2 gross, ungefähr die Fläche des Schweizer Mittellandes. Um Aimagaste wachsen die Olivenbäume in den Himmel, grosse Palmen zeugen vom milden Klima. Die Flüsse aus den Bergen vertrocknen hier komplett. Bei einem Strassenhändler kaufen wir frische Orangen und Mandarinen. Nach Aimogasta suchen wir uns einen Nachtplatz in den Bergen. Das wird nicht ganz einfach, entweder ist alles privat eingezäunt oder die Felder voller Kakteen, ohne Seitenpfade. Einzig unter der Starkstromleitung des grossen Windparks finden wir etwas abseits der Strasse eine Fläche zum bleiben. Wir nennen ihn „Kaktus unter Strom“. Die Quebrada ist voll von Kakteen der verschiedensten Sorten.

Die Heizung läuft! Auf 900müM! Die Nacht ist ruhig, kein Wind, wenig Verkehr auf der Strasse, 13*C. Wegen den Windschutzplatten nehmen wir den Sonnenschein kaum wahr. Der grobkörnige Granit zerbröselt langsam. Gegen Mittag kommen wir doch noch weg. Die Pampa sieht von oben aus wie ein grosses Meer. Viel Buschland das an Australien erinnert. Bald tauchen grosse Olivenkulturen auf. In der grossen Stadt La Rioja füllen wir im Vea-Shopping unsere Fresserven auf. Haben wir eigentlich nicht schon genug bis Uruguay? Natürlich, die Frischwaren fehlen uns, und das Wasser, und…und…und… Dann geht das km-fressen weiter. Endlose gerade Strecken, wenig Verkehr. In Patquía eine Kurve, dann weder geradeaus, eine weitere Kurve in Punta de los Llanos und dann bis Chamical geradeaus. Im iOverlander sind drei Möglichkeiten erwähnt: 2Tankstellen und der CP Munizipal. Der wird aber so negativ beurteilt, dass wir ihn gar nicht berücksichtigen. 8 km gegen die Sierras de las Minas ist ein kleiner Stausee verzeichnet, das sieht vielversprechend aus. Leider darf man hier nicht übernachten. Der junge Wächter möchte uns den Platz schmackhaft machen, aber nur bis 20 Uhr. Wir kehren zurück zur Shell-Tankstelle und bleiben dort über Nacht. WiFi.

Die Nacht ist recht ruhig, etwas Töfflärm am frühen Abend, ein Laster, der am Morgen früh startet. 13-16*C recht warm. Heidi fühlt sich nicht wohl, wir stehen zu flach. Wir lassen den Morgen kommen, trinken Kaffee und Tee.

Die Fahrt durch die Pampa ist wie gehabt: 30km geradeaus, leichte Kurve bei Cañar, weitere 30km schnurgerade, S-Kurve um die gerade, alte Bahnlinie zu überqueren, 20km-Linie bis Serrezuela, weiter40km gerade bis Villa de Soto, mit einem Schlenker bei Paso Viejo. Die Landschaft trocken, Buschland mit vielen Baum-Kakteen, wenig Oliven.

Bei der Grenze La Rioja / Córdoba die tiefste Stelle mit einem vertrockneten Salzsee. Grosse Stein-Quader und Steinmöbel deuten auf die steinverarbeitende Industrie hin. In der YPF-Tankstelle Pause mit Kaffee und Sandwich. Richtung Cordoba nehmen wir den Weg „hintendurch“, die RPS401 durch die Sierra Grande.

Ein enger, holpriger Weg durch eine felsige, wilde Berg-Hügel-Landschaft mit Buschwald, vereinzelten Bachdurchfahrten und kleinen Farmen. Auf der Höhe suchen und finden wir einen Platz zum Übernachten bei Los Manantiales. Z‘Nacht: feines Suurchabis-Rippli mit Härdöpfel.

Linde Nacht, 16*C kaum Verkehr. Am Morgen bedeckter Himmel, kühl. Die Fahrt auf der RPS401 geht ruppig weiter über ein Hochland, Busch, wenige Farmen, in der Ferne eine Bergkette mit Cerro Pencales und Cumbre del Perchel. Über Brücken am Rio Candelaria und Rio Pintos. Felsige Rinnsale analog Vercasca aber flach. Gegen Cosquin queren wir die Bergkette kurvenreich. Das Tal des Rio Grande de Punilla ist dicht bebaut. Beim Stausee La Roque fahren wir die alte Strasse durch die Schlucht nach Cordoba. maps.me will uns direkt zum CP Munizipal führen, der Weg durch das Schutzgebiet ist jedoch nur für registrierte Fz. Statt 3km machen wir einen Umweg von 8km, vorbei am modernen Sport- und Konferenz-Zentrum. Der CP ist sehr gross, leer. Zum z‘Nacht eine „Omnia-Chicken-Roulade mit Gemüse“.

Nacht frisch, 17*C, ruhig, morgens leichter Regen. Heute Stadtbummeltag. Wir nehmen ein Taxi zum Zentralplatz San Martin, besuchen die Kathedrale, die älteste in SA. Schönes Kulturdenkmal. Auf einer Stadtrundfahrt mit einem alten englischen Doppeldeckerbus lernen wir in 80 Minuten „die Stadt kennen“.

Viele alte, prunkvolle Gebäude mit der ältesten Universität Argentiniens, grosse Parkanlagen. Frierend suchen wir ein gutes Restaurant, in der Fussgängerzone vergeblich. Nach dem Essen im El Ruedo fahren wir mit dem Taxi zurück.

Morgens frisch, leicht regnerisch. Fauler Tag mit interneten. Am Abend tauchen Flo & Alina auf. Fröhliches Wiedersehen, nach dem Nachtessen Geschichten und Erfahrungsaustausch bei einem Glas Malbec Selection von Dieter Meier bis Mitternacht.

Stromausfall in ganz Argentinien, Uruguay und Regionen von Paraguay und Brasilien. Aber das Internet funktioniert, wir bekommen die Meldung aus der Schweiz mit. Der Nachbar, Detlev und Rosmarie Tanas gesellen sich zu uns. Sie übernachteten ebenfalls in Chamical bei der Shell-Tankstelle. Sie sind mit ihrem WoMo seit 2002, mit Unterbrechungen, unterwegs. Kanada, Asien, Sibirien im Winter, Transpanamericana und planen von hier die Verschiffung nach Südafrika. Rosi hat 2 interessante Reisebücher geschrieben (nur privat).

Wir haben am Sonntag einen intensiven Werktag: Flo prüft und nimmt die ganze Webasto-Heizung auseinander.

Wir reinigen sie von Russ-Rückständen. Das ganze Ding ist eng verpackt, der Zugang recht schwierig. Nach dem Zusammenbau dreht der Motor unerklärlicherweise in die falsche Richtung, nochmals demontieren, Fehler suchen und wieder zusammensetzen. Die Heizung geht. Nun noch optimieren, es ist schon spät abends, das z‘Nacht wartet, die Frauen haben feine Teigwaren mit Sauce und Salat vorbereitet. Wieder bis Mitternacht Geschichten und Erfahrungen austauschen. Die Heizung streikt: Flamm-Abbruch. Wurde zuviel optimiert? Wir werden morgen sehen.

Kühler Morgen, frierend kalt ohne Heizung. Nach dem Kaffee geht‘s wieder an die Eingeweide der Heizung. Die Flamme löscht, sie springt nicht an, sie raucht weiss und schwarz Das Konzept: irgendwie verbrennt nicht aller Diesel. Dieser verdampft und löscht die Flamme. Wir bauen die ganze Heizung wieder aus. Ansaugstutzen und Brennkammer sind nass. Der Diesel kann nicht ungehindert durch das Sintersieb diffundieren und wird in den Ansaugstutzen zurück gedrängt. Das Sieb wird (kompliziert) ausgebaut, geputzt, mit Benzin, Bremsreiniger WD-40 und Alkohol gewaschen, mit einem Gasbrenner ausgeglüht bis möglichst alle Teer/Russ-Rückstände ausgeglüht sind. Nun sieht das Gitter etwas besser aus. Wieder (mühsam) zusammenbauen und testen. Erste Enttäuschung: es raucht. Zweite Enttäuschung: die Flamme löscht. Mit der Anpassung der Parameter kann Flo das Problem lösen. Wir haben wieder eine warme Heizung.

Detlev und Rosi verabschieden sich bald, dafür tauchen Susanne und Ueli auf. Fröhliches Wiedersehen.

Wir sitzen bei einem Kaffee bei Flo & Alina zusammen und nach dem Abendessen bei S&U bei ein paar Gläsern Malbec von Dieter Meier, lachen viel, tauschen Lebens- und Reiseerfahrungen aus. Nach Mitternacht geniessen wir unsere warme Stube.

Recht später z‘Morge, Flo, Alina Susanne & Ueli gesellen sich dazu. Neben Essen und Trinken wird die Welt verbessert. Die Heizung tut, aber mit Husten. Nach dem Mittag herzliches Abschied nehmen. Auf wiedersehen, wir werden uns wieder mal treffen, irgendwo auf dieser Welt. Es war schön, mit euch zu reisen, zu plaudern.

Wir tippen Santa Fe ins maps.me und nach fast einer Woche verlassen wir Cordobá. Zuerst auf der Stadt-Autobahn durch/um Cordoba, dann über die RN19 durch die Pampa Argentiniens: weite Flachlandschaft bis zum Horizont. Bald beginnen die quadratkilometer grossen trockenen Maisfelder, Landwirtschaft ohne Ende. Grosse Siloanlagen, Landmaschinenhändler, Dörfer mit „modernen Traditionen“: Disney-Figuren. In Arroyito ein „kleiner“ Einkauf: Früchte, Fleisch etc. Da der Sonnenuntergang naht, suchen wir eine Bleibe und werden im Balneario Munizipal am Rio Segundo fündig: grosser Parkplatz, viele Grillstellen, direkt am Fluss. Ruhige Nacht. Die Heizung läuft, mit Anlaufschwierigkeiten.

Puente Golgante

Wir sitzen nach dem Kaffee am Internet, wollen den Heim-Flug buchen. Die Reservation klappt, die Bezahlung nicht. Also los Richtung Santa Fe, da gibt es Reisebüros, vielleicht können die weiterhelfen. Über die RN19 über die weite, flache Pampa. Maisfelder, trocken, am Ernten oder missraten: kleine Pflanzen teils grün, teils verdorrt. Der Maiszünsler? Verarbeitungsbetriebe, Lagersilos, Zulieferer. Das Land ist flach, das Wasser des letzten Regens läuft kaum ab.

Rinderherden, vereinzelt Caucho-Pferde. Es reicht uns nicht bis Santa Fe, wir bleiben bei der Cruce 6/19 – Tankstelle. Grosse, tiefe Pfützen vom letzten Regen. Auf dem Camion-PP finden wir eine geeignete Ecke. Z‘Nacht: Bife de Chorizo mit Kabis/Kartoffel-Gemüse. Mmmhhh, fein, vollmundig, zart-rosa.

Die Nacht ist ruhig, die grossen Camions auf dem Platz fahren unbemerkt früh weg. Nach Duschen, z‘Mörgele fahren wir auf der RN19 weiter nach Santa Fe. Wir wollen in einem Reisebüro den Flug bestätigen. Wenig Verkehr, viel Platz auf dem zentralen PP Super Dar sollte uns eigentlich stutzig machen. Das erste Büro ist zu, das zweite ebenfalls. Aha, heute ist ein Nationaler Feiertag! Alles zu. In einem Café kann Heidi einen Air France Flug buchen, dann schliesst auch dieses Café! Zurück auf dem PP ist dieser auch noch geschlossen, Kooka einsam und allein. Wir können wenigstens durch eine kleine Tür rein. Wir machen einen Bummel durch die Stadt, essen beim Plaza 25 de Mayo etwas und kehren dann auf unseren sicheren Platz mitten in der Stadt.

Am frühen Morgen wecken uns Lastwagengeräusche. Der Supermercado wird wieder aufmunitioniert. Um 8 Uhr klopft es ans Fenster. Wir stehen etwas im Weg und ab 8 Uhr gelten die normalen Park-Tarife. Keine Probleme wegen der Nacht. Wir parken um, trinken im Shop Kaffee und Gipfeli (die best gesalzenen seit Monaten!). Ein kleiner Einkauf verbilligt die Parkgebühr, dann fahren wir zum Hafen runter.

Nun, das war mal ein wichtiger Hafen, heute sind die Silos zu Wohnungen umgebaut, die Hafenkräne als Zier-Erinnerungsstück und im Hafengebäude ein Casino. Dann besuchen wir die „berühmte Golden Gate Bridge“ von Santa Fe: nichts filigranes. Eckig, kantig, gerade.

Der Rio Coronada fliesst rasch aus der Laguna Setúbal, braun, mit vielen Wasserpflanzen. Beim alten Bahnhof trinken wir im Brew Pub Cola.

Der Bahnhof ist längstens umgenutzt worden mit Sprachschule, Dokumentationszentrum, Vergnügungspark. Auf der RN168 überqueren wir das breite Tal des Rio Paraná (etwa die Breite des CH-Mittellandes). Der Fluss selber ist untertunnelt. Nach Paraná führt uns die RN18 über die flach-hügelige Pampa des Entre Rios. Zum Rio Uruguay. Die Farmen werden wieder grösser, grosse Verarbeitungsbetriebe, Rinder- und Schweine-Mästereien, abgeerntete Felder. San Salvador ist die Reis-Hauptstadt Argentiniens. Das erscheint gut möglich, das Land ist sehr flach und überall unter Wasser. Bei Concordia zweigen wir ab nach Salto Grande zum Stausee des Rio Paraná. Hier war der Ursprung des grossen Black-Outs letzter Woche. Wir finden einen gemütlichen Platz im CP Las Palmeras direkt am See. Heute gönnen wir uns ein Raclette mit argentinischem Schmelzkäse und allem Drum und Dran. Das Raclette-Öfeli bewährt sich bestens.

 

Wir erwachen, es ist warm, im Park sieht es tropisch aus: Palmenstrand. Wir fühlen uns in den Tropen, angenehm warm nach dieser kalten Reise. Erinnerungen an Bali kommen auf. Kurzer Spaziergang dem Strand entlang.

Spuren von Capibaras. Am warmen Abend kommt ein Pferd vorbei, erhält Rüebli.

Ein Rasender Bötler mit einem Flugzeugmotor

Ein fauler Tag mit lesen. Simon & Melanie (?) aus Basel treffen ein. Wir haben uns in El Chaitén und Porvenir getroffen. Wir machen uns Grill-Plätzli mit Gemüse-Mix und Pure de Papa und das Pferd holt sich wieder ein Rüebli und Salatblätter.

Noch eine angenehme Nacht / Tag 17*C. Langsam packen, Wasser auffüllen und ab Richtung Uruguay. Keine Eile, dort herrscht kaltes, regnerisches Wetter. Beim gemeinsamen Zoll ARG/ UY geht die Abfertigung zügig voran, nach einer halben Stunde heisst es „pasa“. Keine unangenehmen Kontrollen, alle Papiere / Stempel i.o.

Der Weg führt über den grossen, 37m hohen, Staudamm des Rio Uruguay. An beiden Ufern die Kraftwerke der beiden Staaten. In Salto Grande ein kurzer Einkaufsstopp, dann weiter, durch eine weite, hügelige Landschaft mit Farmen auf beiden Seiten, bis zu den Termas de Guaviyu. Wir buchen 2 Tage auf dem dazugehörigen CP. Neben Apéro wird Fleisch für ein paar Tage eingelegt: mager, schön rot, vom Rücken oder Stotzen in Kola (original) / Wein, ein Ojo de Agua von D.Meer. Mit Zitronensaft, Essig, Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Chili, Lorbeer, Nelken, alles fein gehackt. Das wir ein feiner Ragout werden. Zum z‘Nacht Bohnen/grüner Salat. Das Internet funktioniert erstaunlich gut mit dem Argentinischen Movistar-Chip. Wie sich herausstellt, nur in Grenznähe.

Das Wetter ändert, wird regnerisch und kühl mit einem starken Wind. Wir füllen einen faulen Tag mit Brot backen. Am Abend ein leuchtender Sonnenuntergang. Das Internet von Movistar ist abgehängt..

Kühle Nacht, Morgenfrost, innen 4*C. Nebel über dem leicht erwärmten Fluss.

Ein Konfi-Brot zum z‘Morge. Wir fahren weiter über die RN3 via Paysandu zum Geoparque Grutas del Palacio nach Trinidad. Die Landschaft: weit, flach, wellig. Viele Farmen, grosse Rinderherden, abgeerntete Felder, grosse Silo-Anlagen.

Der Geopark Grutas del Palacio ist etwas Besonderes: eine dicke Sandsteinplatte, die sich durchs halbe Land zieht, ist hier durch Wassererosion in eine Säulen-Skulptur mit Höhlen verwandelt worden, nicht sehr gross, aber sehr hübsch.

 

Im Visitor Center wird die geologische Erdgeschichte kurz gestreift. Die Suche nach einem CP wird schwieriger: sie sind dünn gesät, insbesondere an der RN3. Im Centennial Park in Trinidad dürfen wir nicht bleiben, sagt die Putzfrau! Bei der Axxon-Tankstelle können wir übernachten. Der Sonnenuntergang ist ein grandioses Farbenspiel.

Die Nacht ist ruhig und kühl aber nicht kalt 6*C. Morgenessen im Café mit Gipfeli, WiFi. Gegen Mittag Aufbruch auf der RN3 Richtung UY-Storage bei Dirk.

Die Landschaft wie gehabt, mal eine Sammlung ausrangierter Agro-Maschinen, mal alte VW-Bullis, mal von der Polizei eingesammelte Töffs. Viele Mastrinderherden, glückliche Mastschweine. In San José Abstecher ins Stadtzentrum. Mittagessen im Club Cantina. Weiter über die RN11, RN8 zu Dirk. Die Sonne ist schon farbig untergegangen, Felix empfängt uns, wir richten uns ein und schliessen die Reise mit einem Apéro ab. Der Ojo de Agua von Dieter Meier mit Cola ist eine exklusive Kombination!

Ja, wir haben die Reise gut überstanden, keine wesentlichen Probleme gehabt und eigentlich (fast) alles gut gemacht.

Die letzten Tage sind eher ruhig, regnerisch und kühl. Ein letztes Brot backen, die Wäsche waschen, das Trocknen können wir vergessen, Fotos bearbeiten und Werkplan für die Reisevorbereitungen, Aufräumen, putzen. Der Internet-Empfang ist schlecht.

Zum z‘Nacht wird der Kola-Wein-Ragout von Guaviyu zubereitet, zusammen mit Rüebli, Lauch, Zwiebeln, Chili, Salz, Bouillon. Das Fleisch darf nur kurz angebraten werden, es verliert sonst rasch Wasser. Die Flüssigkeit einkochen bis sie dick ist, mit Rahm verfeinern, das Fleisch kurz mit wärmen. Mmmmh, fein, das Fleisch ist chäch aber nicht zäh.

Der letzte Tag bricht an, starker Wind leichter Regen, nass-kalt. Doch bald scheint die Sonne etwas durch die Wolken und hilft die Wäsche trocknen. Die Heizung läuft fast den ganzen Tag, damit Kookaburra etwas austrocknen kann. Ausräumen, Putzen, Einräumen, zwischendurch alles unter Dach bringen, wegen Regen. Am späten Nachmittag meldet sich der Hunger. Kochen. Reste vom Ragout, Bratwurst-Rugeli, Teigwarenreste an Cremesauce. Mmmmhhh, fein. Am Abend kommt noch Besuch: Konrad aus Düsseldorf (nicht zu verwechseln mit Klaus, El Bolson), ist mit einem Mercedes Geländelastwagen (ähnlich Steir) seit längerem unterwegs. Er hat sich im Hochland von Uruguay 126ha Land gekauft und will dies natürlich entwickeln mit einem See mit Fischzucht, quasi als Gegenbild zu den kranken Fischen die er in Punta del Este gesehen hat. Am Abend wird noch ein Landi bereitgestellt.

Wir stehen recht früh auf, die Sonne scheint. Konrad wird schon um 8Uhr abgeholt. Fertigpacken, Fz einpacken. Der Landi wird von einer deutschen Familie mit 2 Kleinkindern abgeholt. Sie wollen in 6 Wochen via Iguassu nach Peru fahren. Sie haben schon einige Etappen hinter sich. Wir werden pünktlich abgeholt und erreichen den Flughafen zeitig. Der Air France- Flug ist ruhig. Das Umsteigen in Paris klappt und in Kloten steht das Empfangskomitee bereit. Wir sind zurück in der heissen Schweiz.

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