Hacker am Werk

Sorry für diejenigen, die in letzter Zeit vergebens die Seite anklickten. Die Seite wurde gehackt und hat uns (mir und dem sehr hilfreichen Hostpoint-Team) ein paar schlafarme Tage beschert bis die Ursachen und Veränderungen abgeklärt waren und die Sicherheit wieder hergestellt ist. Mit meiner Internet-Verbindung geht das noch viel langsamer als sonst. Aber jetzt ist (hoffentlich) wieder alles ok. Was man daraus lernen kann?

– Hast Du immer eine gute Sicherheits-Kopie gemacht?

– Ist Deine Firewall dicht, Dein Virenscanner aktualisiert?

– Ist Dein Passwort sicher und immer wieder anders?

– Öffnest Du jedes noch so dubiose oder „normale“ Mail?

– Klickst Du auf jeden verführerischen Link

– Traust Du jeder komplexen eMail Adresse?

– Bemerkst Du sofort jede Unregelmässigkeit?

-Vertraust Du immer harmlosen Dingen (lustige Icons, lustige Geschichten, besondere Videos, günstige/verbotene Angebote?

– Hast Du Dich auch schon vertippt und einen Link angetippt statt gelöscht?

Du sieht, die Gefahren lauern nicht nur auf der Strasse oder im Outback Australiens sondern auch in der virtuellen Welt des Internet. Was sorglos mit einem falschen Link beginnt, kann böse enden mit dem Verlust des Bankkontos oder der eigenen Freiheit oder sogar des Lebens. Also Vorsicht mit den vielen positiven Möglichkeiten im Internet, es gibt immer mehr Leute und Organisationen, die die Sorglosigkeit der User ausnutzen.

Die Melde und Analysestelle des Bundes informiert regelmässig über die Gefahren im Internet.

 

Aber jetzt kann es wieder weitergehen. Die nächsten Berichte sollten bald aufgeschaltet werden.

 

 

Es geht wieder los!

Wir wollen’s nochmals wissen und haben folgende Termine gebucht:

     –  8.11. 2015: Zürich – Singapore – Perth
    – 15.4.2016: Melbourne – Auckland
    – 29.5.2016: Christchurch – Singapore
    –  3.6.2016: Singapore – Zürich
Dazwischen werden wir von Perth langsam Richtung Kalgoorlie – Ann Beadell Hwy – Nullarbor nach Südaustralien, Tasmanien und Neuseeland reisen. Dem lokalen Winter werden wir wieder in die Schweiz ausweichen.
Wir danken für die vielen guten Reisewünsche. Wir haben unseren Farewell-Apero-Resteness-Brunch mit einigen von euch genossen.
Den Flug Zürich – Perth haben wir gut überstanden. Als Sitznachbarn hatten wir Laurent, einen Fast-Orpunder (Mett). Die Welt ist klein.
Nach 26 Stunden unterwegs sind wir nun todmühe.

 

Wir sind zurück in der Schweiz

Welch eine Reise! 42 Stunden nicht schlafen, 17 Stunden Flug, 3 Stunden herumdösen in Singapore Airport: Müde aber gespannt landen wir in Zürich. Wir haben’s nicht eilig wie die gestressten Business-Managers, die rasch und zielstrebig den Ausgang finden. Unser Gepäck ist wie erwartet angekommen, sogar das Alphorn unbeschadet. Bei der Glastür dann das grosse HALLO. Die kleinen Enkel rasen wie verrückt zu uns mit glänzenden Augen. Endlich dürfen Pepe und Meme sie wieder in die Arme nehmen, auch mit glänzenden, feuchten Augen. Danke Sile, Carine, Simon und Elsi für das Empfangskomitee. Bei Kaffee und richtigen CH-Gipfeli wird erzählt, gelacht, gelauscht. Wir nehmen mit unserem riesigen Baggaschi den direkten Zug nach Biel, Wenigstens nicht umsteigen! Ein Taxi bringt uns in den Byfang. Hitze und Sonne erwarten uns nach den kalten Wintertemperaturen von Perth.,

Der Garten sieht wunderbar geputzt und gepflegt aus.  Frische Pflanzen blühen und grünen auf der Terrasse. Aha, Hans hat hier ganze Arbeit perfekt geleistet. Herzlichen Dank. Wir sind erstaunt über die Sauberkeit im Kaltraum: keine toten Fliegen oder Weidenflaum auf dem Boden. Das Haus war zwar sauber geputzt als wir gingen, aber so sauber bleibt kein Haus, nach 7 Montaten. Eine Blume schmückt den Budda. Auf dem Küchentisch steht ein Riesenstrauss Sonnenblumen. Herlzichen Dank Marlis. In der Küche riecht es verdächtig nach frischem Brot. Brot und Kuchen stehen bereit, im Kühlschrank liegen frischer Käse, Butter, Milch, Yoghurt, Salat, Früchte und Gemüse. Genügend für einen Znacht und Morgenessen. Die ganze Wohnung ist blitz-blank sauber geputzt bis in den Dachstock. Herzlichen Dank, Syle und Severin. Das haben wir nun wirklich nicht erwartet! Ja, bei diesem Service können wir getrost im Herbst wieder Down-Under gehen.

Nun haben wir uns in den letzten Tagen wieder an die Schweiz gewöhnt, kein Wunder bei diesem hochsommerlichen Wetter. Der Alltag hat uns wieder, aber wir nehmen’s ruhig nach Aussi Art.

No worry, take it easy man, well done mate!

The Grey Nomads

Von Dezember bis April ist es in vielen Gegenden Australiens sehr heiss, da sind nur die Verwegenen, welche 50 Grad im Schatten einfach so wegstecken, unterwegs. Die Campingplätze sind leer, bei Sehenswürdigkeiten muss nicht angestanden werden. Aber, man darf kein Lagerfeuer entfachen wegen Brandgefahr, etliche Nationalpärke sind noch geschlossen, die Tracks noch nicht befahrbar. Die Reisesaison beginnt anfangs Mai. Ab mitte Mai kommen sie zu Scharen mit ihren Wohnwagen, Klappanhängern, Land-Cruisern mit Dachzelt (oft fragen wir uns, wie sie diese Leiter hoch- und runterkommen)….., die Grey Nomads sind unterwegs. So werden die mobilen Rentner genannt hier, nicht etwa abschätzig, nein, überall kann man lesen “ we welcome the Grey Nomads“. Sie kommen aus dem Osten und ziehen in den Westen, die vom Westen gehen in den Norden, man nutzt die Zeit zwischen Frühlings- und Sommerferien um aus seinen vier Wänden heraus zu kommen. Und es fehlt an nichts in ihrem mobilen Heim, vom nostalgischen Teekessel für die geliebte „cup of tea“ am Nachmittag,  klappbarem Wäscheständer, Waschmaschine im Wohnwagen, Hundebettchen samt Fido, über Fernseher, Toaster und Gasgrill. Man merkt gut, die zwei Grauhärigen sind ein eingespieltes Team, jeder weiss, was bei Ankunft auf dem Campingplatz zu tun ist, damit es raschmöglichst gemütlich wird, ganz wie daheim halt. Dann sitzen sie zufrieden da, der Hund auf der Decke, die Wäsche am Stevi aufgehängt, die Zeitung in Griffnähe, der dampfende Tee in der Tasse….., it’s a lovely day, isn’t it! Am nächsten Morgen wird alles wieder minutiös zusammengepackt. Ab 07.00, wenn wir gerädert aus dem Kookaburra steigen,  sind die Grey Nomads schon unterwegs zum nächsten Campingplatz. Ab anfangs Juli sind sie wieder von der Bildfläche verschwunden, sie machen Platz für die Sommerferien-Reisenden. Zuhause schwelgen sie in den Erinnerungen an ihr Nomadenleben und freuen sich bereits auf den nächsten Mai. What a wonderful life!

Broome – Perth, die vorläufig letzte Etappe

Unsere Begleiter, Margrit und Thomas haben den Heimweg angetreten, den Zivilisationsschock in Perth gut überlebt. Wir packen noch die letzte Etappe nach Perth an. Wir haben knapp einen Monat Zeit für die Luftdistanz von 2600km. Wenn wir’s gemütlich machen wollen, können wir uns nicht viele Seitensprünge erlauben. Es gibt aber doch ein paar Highlights Westaustraliens zu besuchen. Wir werden laufend planen, so dass wir noch genügend Zeit in Perth haben. Kookaburra soll dort einen angenehmen Winterschlaf machen können, bis wir wieder kommen.

 

(weiter)

Darwin – Broome – durch den wilden Nordwesten Australiens

Die nächste Etappe wird uns durch den „Wilden Nordwesten Australiens“ in die Kimberley Region führen.  Dabei werden wir vom frisch verheirateten Paar Margrit und Thomas begleitet. Die Region ist etwa so gross wie Deutschland und Öesterreich zusammen und besticht mit ihrer einmaligen weiten Naturlandschaft: Flüsse, Schluchten, die herausragenden Bungle-Bungle oder Purnululu und die berüchtigte Gibb River Road, eine reifenmörderische Strecke. In der Regenzeit ist die ganze Region geschlossen wegen den vielen Hochwassern. Zum Glück sind die meisten Tracks nun seit ein paar Tagen offen. Die Strecke Darwin – Broome lockt zu vielen Abstechern und wird dadurch fast 5000km lang, das in 35 Tagen. Natürlich könnten wir auf dem Northern Highway die 1900km in 2 Tagen durchrasen. Wir werden uns beschränken müssen, denn Reisen sollte nicht Tortur sondern Genuss sein.

(Weiter)

Bali – ein Traum

Wir brauchen eine Reisepause, nicht wegen Müdigkeit (allein). Wir müssen das Visum für Australien mit einem Auslandaufenthalt unterbrechen, damit wir weitere Monate hier bleiben dürfen. Eine ausgezeichnete Ausrede für einen Abstecher nach Bali. Seit unserem Aufenhalt in Sinagapore haben wir Bali und dessen Bewohner in unsere Herzen geschlossen. Wir hatten sogar Pläne zum bleiben und leben in dieser traumhaften Welt. Wir haben uns jedoch für die Schweiz entschieden. Wir haben liebenswürdige Menschen kennen gelernt und die Unterwasserwelt um Bali. Das Resort Mimpi Mejngangan im Nordwesten der Insel ist vielleicht nicht das luxuriöseste Resort, aber deren MitarbeiterInnen lieben ihren Beruf sichtlich und machen ihre Arbeit mit Herz und Verstand. Wir wollen noch einmal abtauchen in die Ruhe und Unterwasserwelt und einfach mal die Zeit geniessen.

Weiter

Alice Springs – Darwin. Ab nach Norden, aber nicht über den Stuart Highway

Nun geht es ab in den Norden. Wir sollten ja in ein paar Wochen dort sein, also müssen wir uns beeilen. Nun, über den Stuart Highway ist die Strecke von 1500km in 2 Tagen zu machen. Aber wir doch nicht! Wozu haben wir den Kookaburra? Zwischen Alice und Darwin liegt noch die grosse Tanami-Wüste und weiter oben der halb-tropische Norden. Da gilt immer noch „Rain Season“. Viele Wege sind wegen zuviel Wasser gesperrt. Wasser in der Wüste? Und ob! In der Sahara ertrinken mehr Menschen in reissenden Flüssen als verdursten! Wir werden sehen.

Weiter

Warten und Geduld haben – eine Tugend, die einem im Alter „abhanden kommt“

In den 4 Tagen Rehabilitation in Alice haben wir uns viel vorgenommen, Listen gemacht und uns vorgestellt, wie wir zwischendurch auch mal durchhängend in der Fussgängerzone sitzen. Falsch vorgestellt!

Am Morgen um 10.00 stehen wir parat für den 10’000 km-Service am Kookaburra. …… It only takes a cuple of hours, you can wait at the Lounge…… Sie ist tiefgekühlt, besitzt neben gekühltem Wasser auch eine Kaffeemaschine, Tee, Guetzli, Fernseher, dämliche Frauenzeitschriften  und bequeme Sofas. Wir richten uns ein mit Buch, Handy und Compi, tun uns gütlich an Kaffee und Guetzli. Die Zeit vergeht, Kaffee mögen wir nicht mehr, Wasser auch nicht, die Guetzli sind fast leergeplündert und es tut sich nichts in der Garage. Was die wohl machen mit Kookaburra? Was montieren sie alles raus, weil es so schön neu ist? Nach 3 1/2 Std. dann die Erlösung, der Toyota sei fertig, alle Schrauben kontrolliert, das Bodenschutzblech etwas versetzt, der Ölfilter ausgetauscht, also bleibt noch zu bezahlen und tschüss. Wir geniessen die Hitze draussen, unsere halbgefrorenen Glieder tauen langsam wieder auf. Soooo lange warten, ist nicht unsere Stärke!

Wir gehören zu den Menschen, die ihre Nerven am besten mit Essen beruhigen können – leider! Im Cafe in der Innenstadt gibts Lunch, wir bestellen zügig, die Servierdame gibt sich geschäftig und bringt den Cider sofort. Nicht dass das Restaurant überfüllt wäre, aber scheinbar hat der Koch gerade Rauchpause, die gönnen wir ihm. Nach 3/4 Std., der Cider ist längst getrunken, rutschen wir doch langsam ungeduldig auf unseren Stühlen rum, die Servierdame zeigt sich wohlweislich nicht. Gerade wollen wir gehen, da kommt die Dame hold lächelnd mit unseren Tellern….., sorry about that….! Den Satz kennen wir doch irgendwie!!??!

Weiter gehts zum Hardware-Shop, wir brauchen eine Schraube für den Campingstuhl, neue Ersatzstangen für unsere Store und dann „no e chli umeluege, was es eso git“, so ein Hardware Shop lässt Buschmann’s Augen glänzen. Eigenartigerweise lösen Kleiderläden oder Shoppincenters bei ihm akute Gähnanfälle aus. Nach 2 Stunden sind wir durch, nervlich auch.

Die dritte Station ist die Walk-In Clinic von Alice Springs. Schon beim Eingang herrscht lautes Treiben, vorwiegend Aborigines stehen Schlange vor dem Schalter. Wild gestikulierend erzählen sie lauthals ihren Bekannten und Verwandten, wie und was alles geschehen ist. Die Stimmung ist geladen, immer wartet man darauf, dass sich die Meute gleich in die Haare kriegt. Die speziell ausgebildeten Security-Leute haben alle Hände voll zu tun, beschwichtigen, fordern zum sitzen auf, bringen hektoliterweise Eiswasser, damit auch jeder einen Becher erhält. Die Polizei karrt mehrmals Leute im Rollstuhl rein, die sie in der Stadt zusammengelesen hat,  meist sind die „Patienten“ sturzbetrunken, gestürzt oder haben eine Tracht Prügel von einem Mitkumpanen erhalten. Eine Frau kommt rein, barfuss, schmutzig, drängt sich wild rufend vor, sie sieht nicht verletzt aus, aber sehr wütend. In der Hitze des Gefechts fällt ihr eine 6 cm lange Kakerlake aus der Bluse, bereits zerdrückt und tot. Die nachfolgenden Leute stehen frisch fröhlich drauf, grrrr, ziemlich grauslich! Es ist zu verstehen, dass die Lautesten zuerst an die Reihe kommen, um etwas Ruhe in die Wartehalle zu bringen. Der Geruch ist penetrant, der Lärm überbordet, die Security ist überfordert, es ist Spektakel pur. Wenn sich da nur nicht die Ungeduld breitmachen würde, langsam aber sicher wirds zuviel, auch wir tendieren zum brüllen oder reinhauen. Nach 5 1/2 Std. sind auch wir wieder draussen, es ist 22.30 als wir auf dem Campingplatz einfahren, ziemlich entnervt!

12 Std. nur warten, warten, warten…., dafür sind wir nun wirklich zu alt!

Eine weitere WordPress-Seite